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28.04.2024
Heidelberg Schalom 🕍

Es war mir ein besonderes Anliegen nach den Ereignissen der letzten Wochen den persönlichen Austausch mit Vertretern der JĂŒdischen Kultusgemeinde Heidelberg zu suchen. Im GesprĂ€ch mit Rabbiner Pawelczyk-Kissin und dem Vorsitzenden der Gemeinde Dr. Galperin habe ich meine SolidaritĂ€t mit der Gemeinde und den JĂŒdinnen und Juden zum Ausdruck gebracht. Im Zentrum des GesprĂ€chs stand die andauernde militĂ€rische Auseinandersetzung zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas. Sie ist die direkte Folge des fĂŒrchterlichen Terrorangriffs der Hamas vom 7. Oktober, der durch nichts zu rechtfertigen ist. Die humanitĂ€re Lage in Gaza ist prekĂ€r. Der Schutz und die Versorgung von Zivilisten mĂŒssen gewĂ€hrleistet werden. Gleichzeitig ist der Missbrauch von Zivilisten und zivilen Einrichtungen als „Schutzschilde“ durch die Hamas ein unertrĂ€gliches Kriegsverbrechen.

DarĂŒber hinaus sprachen wir ĂŒber die innenpolitischen Auswirkungen des Konflikts auf deutschen Straßen, in deutschen Wohn- und Klassenzimmern. DarĂŒber, was es heißt in dieser Zeit JĂŒdin oder Jude in Deutschland zu sein, was es heißt in dieser Zeit Mitglied der JĂŒdischen Kultusgemeinde in Heidelberg zu sein. Die andauernde Debatte ĂŒber den Umgang mit antisemitischen Äußerungen und antiisraelischer Hetze zerrt an unserer Gesellschaft.

Wir sind inmitten eines Aushandlungsprozesses, was der Satz „Die Sicherheit Israels ist deutsche StaatsrĂ€son“ bedeutet. Rabbiner Pawelczyk-Kissin hat eine treffende Antwort formuliert: „Es bedeutet Verbundenheit.“ Dem möchte ich hinzufĂŒgen: Wir stehen an der Seite Israels und stehen ein fĂŒr die Sicherheit von JĂŒdinnen und Juden in Heidelberg und Deutschland. Antisemitismus, Israel-Hetze und menschenverachtende Aussagen mĂŒssen strafrechtliche und gegebenenfalls auch aufenthaltsrechtliche Konsequenzen haben.

Herzlichen Dank an die JĂŒdische Kultusgemeinde fĂŒr den Empfang und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern fĂŒr das gute GesprĂ€ch.